Publizist und Kolumnist
Wirtschaft, Verantwortung und die Frage, wer morgen die Rechnung zahlen muss.
Foto: life-photo studio, André Boeck
Die Kolumne. Erscheint in IDEA.
2026
Vier Felder, in denen ich seit Jahren argumentiere.
Die junge Generation stellt einen kleinen Teil der Wählerschaft und hat entsprechend wenig Gewicht. Die Entscheidungen, die heute getroffen werden, muss sie morgen tragen. Bei der Rente, bei den Schulden, beim Wohnungsmarkt.
Ich komme von der Sozialen Marktwirtschaft, wie Ludwig Erhard und Alfred Müller-Armack sie gedacht haben. Dazu gehört die ordoliberale Idee, dass der Staat Regeln setzt statt zu lenken: Wettbewerb bricht Privilegien, Eigentum macht unabhängig, und beides braucht einen Rahmen, der hält.
Wer über Kapital, Arbeitsplätze und Lieferketten entscheidet, entscheidet über die Lebensverhältnisse anderer. Die christliche Sozialethik hat dafür Maßstäbe: Subsidiarität, Personalität, Gemeinwohl. In der Wirtschaftsdebatte kommen sie kaum vor.
Ein Staat, der alles absichern will, nimmt den Menschen die Möglichkeit, für sich selbst zu sorgen. Mir geht es um einen Sozialstaat, der befähigt statt zu betreuen, und um die Frage, wo Zuständigkeit eigentlich hingehört.